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Der Schwan
Wappen von Freudenstein
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Wenn man beginnt ein wenig in der Geschichte
unseres Ortes zu stöbern, so stößt man unwillkürlich auf unser Wappen – den
Schwan.
Schon als Kind bewunderte ich ihn beim
spazieren gehen auf den Grenzsteinen. Immer kam er mir majestätisch vor, edel
und rein. Nun, was mag er wohl bedeuten? Stellte ich mir die Frage. Warum
wählt man gerade dieses Symbol?
Diese Frage kann ich nicht beantworten. Aber
viele Geschichten und Mythen ranken sich um ihn.
Schon in der griechischen Mythologie findet
man den Schwan. So soll Leda Zeus empfangen haben, als er in Schwanengestalt
war. Aus dieser Verbindung gingen Helena und Polydeukes hervor.
Wer kennt nicht das Märchen vom „hässlichen
Entlein“. Das kleine ungeliebte Ding, das sich in einen stolzen, edlen,
geachteten weißen Schwan verwandelte. Welche Hoffnungen dieses Märchen birgt.
Hegte man solche Hoffnungen für unseren Ort?
Oder war es vielleicht ganz anders? Hat es
mit dem Kloster in Maulbronn zu tun? Denn im Handwörterbuch des deutschen
Aberglaubens findet man den Hinweis auf die Oldenburger Sage, nach der der
Schwan den Ort weisen soll, wo ein Kloster zu bauen ist.
Noch mehr weist auf einen christlichen
Hintergrund hin.
Der Singschwan (vor allem, wenn er in Eis
festgefroren ist) gibt angeblich vor seinem Tod klagende Geräusche von sich.
So steht er als Sinnbild für die letzten Werke und Worte des sterbenden
Christus.
Fast überall erscheint der Schwan als Symbol
des Lichtes. Er vereinigt die beiden Elemente Luft und Wasser, seine
Lebensräume. Was wären wir ohne Luft und Wasser? So ist er auch Zeichen des
Lebens für uns. Sein Weiß steht für Aufrichtigkeit, Reinheit und Gnade.
In Tirol gibt es eine Burg Freudenstein in
Eppan. Von dieser Burg soll später einmal berichtet werden.
Reisende erzählten, dort auch den Schwan im
Wappen gesehen zu haben. Das weist darauf hin, dass der Schwan Wappentier des
Rittergeschlechtes Freudenstein gewesen sein muss.
Mir
schwant, unsere Vorfahren haben
uns hiermit ein kraftvolles und schönes Wappentier ausgewählt.
Eigmacht's aus Feudenstein
und Hohenklingen
Geschichtla vom Ort können bei KuK
Freudenstein-Hohenklingen käuflich erworben werden.
Die Einmacher: Andrea und Bernd Josewitz,
Eduard Wilhelm und Annemarie Roller.

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